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Konzerthausorchester Berlin: Duell der Temperamente
Dirigent Juraj Valcuha entfesselt mit dem Konzerthausorchester Tschaikowskys 5. Sinfonie, Julian Rachlin sucht nach stillen Momenten bei Mendelssohn.
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Am Anfang ist es wie bei den zwei Königskindern: „sie konnten zusammen nicht kommen". Dirigent Juraj Valcuha drängt in Mendelssohns Violinkonzert feurig vorwärts, sein Solist Julian Rachlin aber bremst beharrlich, will das Stück behutsam angehen, ja bedächtig. Da ist es während der Probenzeit wohl nicht gelungen, sich auf eine Interpretation zu einigen. Rachlin spielt also introvertiert, zelebriert die zarten, leisen Momente – als würde es sich um ein Solostück handeln, bei dem unglücklicherweise ein Orchester dabei ist. Und Juraj Valcuha verhält sich höflich, dämpft das Konzerthausorchester so weit ab, dass der äußerst schlanke, mattsilbrige Ton des Geiger hörbar bleibt, dreht aber sofort akustisch auf, wenn die Solostimme mal pausiert.
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