Vattenfall-Kunstpreis: Ein Ballon wirft Falten
Die Bildhauerin Katja Strunz liebt es, Metall zu bearbeiten, es zu pressen, formen, lackieren. Am Donnerstag erhält sie in der Berlinischen Galerie den Vattenfall-Kunstpreis.
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Erst vor wenigen Tagen ist das letzte Werk der Ausstellung „Drehmoment“ in der Berlinischen Galerie fertig geworden. Das passt zur Kunst von Katja Strunz. In ihren Arbeiten geht es oft um das Thema Zeit. Und die verstreicht langsam, wenn die Bildhauerin Metall als eines ihrer liebsten Materialien bearbeitet, lackiert und mit einem Gabelstapler faltet. Vor allem wenn sich das verwendete Aluminium als widerspenstig erweist. Der Arbeitsprozess ist mühsam, im Gegensatz zur Leichtigkeit des Ergebnisses. Das schwarze Knäuel in der Eingangshalle der Berlinischen Galerie sieht aus, als hätte es ein Riese mal eben mit der Faust zusammengedrückt. Einer anderen Arbeit sieht man das Verstreichen von Zeit besser an: Vier Papierbögen hängen gerahmt an der Wand, sie sind schon ganz gelblich verfärbt. Katja Strunz hat zart die Worte „Yesterday’s Paper“ darauf drucken lassen.
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