Zum Tod von Günter Kunert: Ein Pessimist, aber mit Aplomb
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Freund der Tiere und der Literatur: 1979 verließ Günter Kunert mit seiner Frau Marianne und seinen sieben Katzen die DDR.

© Georg Wendt/dpa

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Zum Tod von Günter Kunert: Ein Pessimist, aber mit Aplomb

Nachruf auf die „Kassandra von Kaisborstel“: Der Schriftsteller Günter Kunert blickte voller Lakonie und Skepsis auf seine beiden Deutschlands.

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Er wünsche sich so zu sterben wie sein letzter Kater, erzählte Günter Kunert Mitte Februar nach der Vorstellung seines Romans „Die zweite Frau“ in der Schleswig-Holsteinischen Landesvertretung in Berlin: Das Tier habe sich noch einmal in voller Länge auf dem Teppich ausgestreckt und das sei es dann gewesen. Dieser lakonische Witz war das Markenzeichen des Lyrikers, bildenden Künstlers und Autors Günter Kunert, der am Samstag in seiner Wahlheimat Kaisborstel bei Itzehoe gestorben ist – ein halbes Jahr nach seinem neunzigsten Geburtstag am 6. März.
Das Zeichnen, Malen und Modellieren war für Kunert ein ebenso selbstverständlicher künstlerischer Ausdruck wie das Schreiben. Er hatte zu den Erstunterzeichnern der Petition gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann gehört. Im Zuge dessen verließ Kunert im Oktober 1979 mit seiner ersten Frau Marianne und sieben eigens für die Fahrt sedierten Katzen mit einem mehrjährigen Visum für die Bundesrepublik Ost-Berlin in Richtung Schleswig-Holstein.

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