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Neu im Kino: „Berlin Syndrome“: Es gibt kein Entrinnen
Das Grauen der Ausweglosigkeit: Cate Shortlands Psychothriller „Berlin Syndrome“ ist großartig gespielt und intensiv inszeniert, bleibt aber dramaturgisch konventionell.
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„Du weißt schon, diese Lebenserfahrung, von der alle reden.“ So erklärt Clare (Teresa Palmer), warum sie aus Brisbane nach Berlin gekommen ist. „Ziemlich vorhersehbar, ich weiß.“ Mit dem charmanten, gut aussehenden Englischlehrer Andi (Max Riemelt) scheint ihr genau die richtige Zufallsbekanntschaft geglückt zu sein. Später, als sie in seinem Bett liegen und Clare sich bemüht, ihre Lust auf Zimmerlautstärke herunterzuregeln, versichert er ihr: „Keiner wird dich hören.“ Es schwingt, nicht zum ersten Mal, etwas Bedrohliches mit, die andere, gefährliche Seite der Freiheit, für die Clare um die halbe Welt gereist ist. Wenn die lebensfrohe, liberale, aber auch anonyme und gleichgültige Großstadt ihr erlaubt, zu tun, was sie will, dann gilt das auch für jeden anderen. Und nicht jeder wird von so unschuldigen Motiven angetrieben wie einem Interesse an DDR-Architektur.
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