Literaturfestival Odessa: Freihafen der Ideen
zum Hauptinhalt
In Gedanken sind wir bei dir. Statue im Hafen von Odessa.

© REUTERS

Tagesspiegel Plus

Literaturfestival Odessa: Freihafen der Ideen

Vom Schock der Russifizierung - und vom Leben am Wasser: Ein Besuch des Literaturfestivals Odessa.

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

„Am Anfang war das Meer“, heißt es in Ilya Kaminskys Gedichtband „Dancing in Odessa“: „Wir hatten die Brandung in unserem Atem und waren uns sicher, dass in unseren Adern Meerwasser floss.“ 1993 emigrierte der damals 16-Jährige mit seinen Eltern nach Kalifornien. Nicht nur von Adam Zagajewski wegen seiner Verbindung von Gedächtnis und Ekstase hochgelobt, ist Ilya Kaminsky ein würdiger Erbe von Isaac Babel und Joseph Brodsky. Als einer von rund 50 Gästen des 2. Internationalen Literaturfestivals Odessa kehrte er nun in seine Heimatstadt zurück, in der alle Straßen in leichter Neigung zum Meer führen und die sowjetischen Mädchen einst die schönsten Kleider trugen, da ihnen die Seeleute die entsprechenden Stoffe mitbrachten.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })