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Münter Preis an Beate Passow: Gestickte Steckbriefe
Späte Gerechtigkeit: Die Münchner Künstlerin Beate Passow bekommt den Gabriele Münter Preis.
Von Simone Reber
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Goethes „Faust“, Hölderlins „Hyperion“, Kleists „Marquise von O.“ – Beate Passow hat die Feldpostausgaben der Klassiker auf ein Regal gelegt. Die Büchlein sind halb so groß wie Reclam-Hefte und konnten überall mitgenommen werden. Später erzählten Kriegsteilnehmer, wie ihnen ein einziges Buch als Kompass im Chaos diente. Der Krieg mit den deutschen Dichtern in der Tasche – die lakonische Arbeit veranschaulicht, wie Passow in ihrem Werk den gewohnten Blick umlenkt.
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