Martin Mosebachs Roman „Krass“: Jeder Schuss ein Treffer
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Der konservative Anarchist Martin Mosebach erhielt 2007 den Georg-Büchner-Preis.

©  Hagen Schnauss/Verlag

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Martin Mosebachs Roman „Krass“: Jeder Schuss ein Treffer

Auf Umwegen zu erhöhter Menschenkenntnis. Martin Mosebachs Bildungsroman „Krass“ wartet mit lebenspraktischem Zynismus auf.

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Wenn sich Ralph Krass ausnahmsweise ein Buch vornimmt, reißt er die gelesenen Seiten heraus und wirft sie weg. „Das Buch wird beim Lesen immer dünner.“ Mit dem neuen Roman von Martin Mosebach (Rowohlt Verlag, Hamburg 2021. 525 S., 25 €) sollte man das nicht tun. Der ist so gut, dass man ihn hinterher gleich nochmal lesen will. Krass ist seine Hauptfigur und Titelheld, ein voluminöser, kraftberstender Mann, ein Willensmensch, der nicht viele Worte macht, sondern seine Kontrahenten durch machtvolles Schweigen niederzwingt. Selbstzweifel kennt Krass nicht.

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