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Filmfest München: Klein, böse, Senfstrahl
Charme des Unfertigen: Die deutschsprachigen Premieren auf dem 33. Filmfest München zeigen Figuren von Kleinganoven über afrodeutsche Nationalisten bis zu einem schlecht gelaunten Andy Warhol.
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Gibt es etwas Schöneres, als an der kalifornischen Küste über die Wellen zu gleiten? Für die Protagonisten in Andy Warhols letztem Film „San Diego Surf“ schon. Sie stehen am Strand und schimpfen über die Surfer: alle sexuell frustriert. Das für Warhol-Verhältnisse extrem handlungsreiche Werk lebt vom Charme des Unfertigen; Warhol und Paul Morrissey drehten es im Mai 1968 mit zwei Handkameras. „The film was shot in the same year Andy was shot“, spielt der ehemalige „Interview“-Chefredakteur Glenn O’Brien auf das Attentat an, bei dem die radikale Feministin Valerie Solanas den Künstler am 3. Juni 1968 schwer verletzte. Der Film blieb jahrzehntelang unvollendet.
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