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Reisen und Corona: "Lonely Planet" in der Krise
Der Verlag der Backpacker-Bibel kündigt einschneidende Umstrukturierungen an. Ein Schock für alle Reisesehnsüchtigen.
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Der Blick ins Bücherregal eines Menschen verrät nicht nur die (vorgebliche) Belesenheit der Gastgeberin oder des Gastgebers, sondern gleich noch ihre Weltläufigkeit. Die blauen Einbände der „Lonely Planet“-Reiseführer sind längst so ikonisch wie die Cover der Suhrkamp- und Reclam-Bibliotheken. Und gibt es auf einer Party einen schöneren Eisbrecher als eine unverfängliche Frage zum Exemplar von „Ecuador und die Galapagosinseln“ oder „Mongolei“ im Bücherschrank, zwischen „Unendlicher Spaß“ (funktioniert im Smalltalk nach über 20 Jahren immer noch) und der Hubert-Fichte-Gesamtausgabe? Im Zeichen der Globalisierung verspricht der Individualtourismus – „on a shoestring“ sozusagen – den letzten Distinktionsgewinn.
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