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Satire-Roman: Mehlwurm auf Speed
„Gretchen“ heißt der herrlich böse Roman über die Theaterwelt und den Kulturbetrieb. Der Autor will anonym bleiben, er schreibt unter dem Decknamen Einzlkind.
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Die Dame kennt sich aus im klassischen Rollenfach. Entsprechend radikal weiß sie sich davon abzugrenzen. „Sie gehörte nicht zur Fraktion der lieben Omis mit praktischer Dauerwelle. Und sie hasste es, wenn alte Menschen in Film und Literatur als nette, trottelige und total sympathische Trullas dargestellt wurden.“ Gretchen Morgenthau, für ihre Freunde auch „Frau Intendantin“, ist nicht nett. Im Gegenteil. Und wer es wagt, sie auf ihr vorgerücktes Alter anzusprechen, muss mindestens mit blutiger Vernichtung rechnen.
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