Briefwechsel von Gottfried Benn und Friedrich Wilhelm Oelze: Mein Volk ist mir unerträglich
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Gottfried Benn (rechts) zu Besuch bei Friedrich Wilhelm Oelze und dessen Frauen, in einer undatierten Aufnahme aus den fünfziger Jahren.

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Briefwechsel von Gottfried Benn und Friedrich Wilhelm Oelze: Mein Volk ist mir unerträglich

Jahrhunderterzählung im Dialog: Die Korrespondenz von Gottfried Benn und Friedrich Wilhelm Oelze ist ein Ereignis.

Von Gregor Dotzauer

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Sieben Jahre vor seinem Tod, im letzten Gedicht des Zyklus „Epilog“ (1949), machte Gottfried Benn schon einmal vorsorglich darauf aufmerksam, dass er sich und anderen für immer ein Geheimnis bleiben werde. „Die vielen Dinge“, schrieb er, „die du tief versiegelt / durch deine Tage trägst in dir allein / die du auch im Gespräche nie entriegelt, / in keinen Brief und Blick sie ließest ein, // die schweigenden, die guten und die bösen, / die so erlittenen, darin du gehst, / die kannst du erst in jener Sphäre lösen, / in der du stirbst und endend auferstehst.“

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