„Bis ans Ende der Nacht“ im Kino: Das Mädchen und der Bulle
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Leni (Thea Ehre) beging für eine Geschlechtsangleichung ein Verbrechen. Dafür muss sie jetzt als Polizeispitzel arbeiten.

© Lieske Hochzeitsfotografie/Stephanie Lieske

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„Bis ans Ende der Nacht“ im Kino: Das Mädchen und der Bulle

Auf der Berlinale wurde die trans Schauspielerin Thea Ehre für ihre Rolle im Krimi-Melodram „Bis ans Ende der Nacht“ ausgezeichnet. Das Spiel mit den Genres geht aber nur bedingt auf.

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Im Mafia-Film bedeutet der Kuss das Todesurteil, die Strafe für den Bruch mit dem Treuekodex der „Familie“. In Christoph Hochhäuslers „Bis ans Ende der Nacht“ wird der Verrat von einer anderen körperlichen Geste der Täuschung markiert – einer Ladung Sperma an einer Autoscheibe. Leni masturbiert auf dem Beifahrersitz vor den Augen Roberts, ihre Lippen pressen erregt gegen das beschlagene Glas, das ihre Begehren trennt. Robert ist mit seiner Libido allein, er darf nur zusehen: die Strafe für seinen Vertrauensbruch, der Leni vor Jahren ins Gefängnis gebracht hat.

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