„Malcolm & Marie“ auf Netflix: Messerscharfe Spitzen im gläsernen Käfig
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Malcolm (John David Washington) und Marie (Zendaya) zerfleischen sich in einem stilvoll gefilmten Beziehungsdrama.

© Netflix

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„Malcolm & Marie“ auf Netflix: Messerscharfe Spitzen im gläsernen Käfig

Sam Levinson hat sein Kammerspiel „Malcolm & Marie“ im Lockdown gedreht. Die Bühne wirkt etwas zu klein für seine Stars John David Washington und Zendaya.

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Das rundum verglaste Luxusdomizil lässt sich leicht als Sinnbild für das Beziehungsdrama in Sam Levinsons Kammerspiel „Malcolm & Marie“ verstehen. Totale Transparenz, die Hauptfiguren liegen für den Regisseur wie auf dem Präsentierteller: schutzlos, emotional unberechenbar, ohne Möglichkeit zum Rückzug. Bodentiefe Fenster und Spiegel legen zahlreiche Blickachsen frei, Levinson macht von ihnen ausgiebig Gebrauch. Im gläsernen Käfig nimmt die Aggressivität der persönlichen Angriffe sukzessive zu, aber auch auf der Flucht an die frische Luft, auf eine Entspannungszigarette, entkommen sie nicht der gnadenlosen Kadrage von Kameramann Marcell Rév, der mit den Filmen von Kornél Mundruczó bekannt wurde. Nicht einmal, wenn sich Marie auf die Toilette zurückzieht.

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