200 Jahre Gipsformerei: Mexiko bestellt sich den Kurfürsten
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Elastische Form. Moses nach Michelangelo Buonarotti (Grabmal für Papst Julius II.), Gelatineform, 1914.

© SMB / Philip Radowitz

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200 Jahre Gipsformerei: Mexiko bestellt sich den Kurfürsten

"Nah am Leben": Der Schatz aus Formen und Modellen wird vom 30. August an in der James-Simon-Galerie ausgestellt.

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Auf ihrem Gebiet ist sie unschlagbar. Seit 200 Jahren fertigt die Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin als weltweit größte heute noch aktive Kunstmanufaktur Reproduktionen auf wissenschaftlicher Basis. Dabei greifen die Fachleute auf einen Bestand von über 7000 Abformungen aus allen Epochen zurück. „Gerade haben wir das Reiterdenkmal des Großen Kurfürsten für das Museo International del Barroco (MIB) in Puebla, Mexiko, gegossen“, erzählt Miguel Helfrich, Direktor der Gipsformerei. Seit hundert Jahren habe es keine Bestellung mehr für das Reiterdenkmal gegeben. Also mussten erst die Formen aus Gips und Schellack zusammengesucht werden. 10 000 Einzelstücke waren erforderlich. Doch es fehlte nichts, vermerkt Helfrich nicht ohne Stolz.

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