Mithu Sanyal zur Debatte um „Oh Boy“: „Wir wollen über Täter häufig gar nichts wissen“
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Die Kulturwissenschaftlerin und Autorin Mithu Sanyal

© dpa/Sebastian Gollnow

Tagesspiegel Plus

Mithu Sanyal zur Debatte um „Oh Boy“: „Wir wollen über Täter häufig gar nichts wissen“

Valentin Moritz beschrieb in einem Sammelband zu Männlichkeit seinen sexuellen Übergriff, die Betroffene rief zum Boykott auf. Ein Gespräch mit der Autorin Mithu Sanyal über Grenzen und Grauzonen. 

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Frau Sanyal, Sie haben selbst das Nachwort zu dem Sammelband „Oh Boy. Männlich*keiten heute“ geschrieben. Was hat Sie an dem Projekt gereizt?
Mich interessieren ja „Männlichkeiten“ schon sehr lange. Wir schauen uns in den Feminismen schon seit 50 Jahren an, wie sich „Geschlecht“ und Geschlechtserwartungen auf unsere Leben auswirken. Häufig wird die Diskussion unter Frauen geführt. Männer tun das in einem viel, viel geringeren Umfang. Der Sammelband „Oh Boy“ war in meinen Augen der Anstoß, die Debatte in Deutschland breit zu führen und anders darüber nachzudenken. Das fand ich super.

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