Carolin Emcke zur Coronakrise: „Normalität nur für einige, aber nicht für alle? Das wäre entmündigend“
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Die Berliner Autorin und Journalistin Carolin Emcke erhielt 2016 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

©  Andreas Labes

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Carolin Emcke zur Coronakrise: „Normalität nur für einige, aber nicht für alle? Das wäre entmündigend“

Die Berliner Publizistin Carolin Emcke über schwierige Entscheidungen der Politik und die Hoffnung auf einen gesellschaftlichen Lernprozess.

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Frau Emcke, große Teile der Gesellschaft befinden sich gerade in einer doppelten Hyperfokussierung, einerseits thematisch, andererseits topografisch. Alles dreht sich nur noch um ein Thema, gleichzeitig bewegen wir uns fast nur noch im unmittelbaren Nahraum. Wie erleben Sie das?
Das ist eine gute Formulierung, „Hyperfokussierung“. Die Pandemie ist wie ein monolithischer Block vor uns, von dem wir uns nicht losreißen können. Das ist auch erschöpfend, weil wir nicht absehen können, wann sich wieder etwas anderes einstellt, wann wir uns wieder anderen Themen zuwenden können, die uns momentan vielleicht profan erscheinen.

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