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Kultur: Paradies mit Eisenbahnanschluss
Wo bitte geht’s zur Utopie? Enzensberger, Sloterdijk und Christian Kracht beim Literaturfest auf dem legendären Monte Verità.
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Es war eine Eidechsenphobie, die den Schriftsteller Oskar Maria Graf 1913 vom Monte Verità vertriebt. Wie so viele Freigeister von Bakunin bis Mühsam war er – völlig mittellos – zur Aussteigerkolonie im Tessin gepilgert. Doch bald schon geriet der junge Bayer mit den „Vollblutpflanzenfressern“ in Konflikt, wie er die Vegetarier um die Gebrüder Gusto und Karl Gräser nannte. 100 Jahre später will nun das Festival Eventi letterari al Monte Verità (www. Eventiletterari.ch) den Berg, dessen magnetische Strahlung verbürgt ist, als Startrampe hochfliegender Gedanken neu beleben. Zeitgleich zu Europas größter Kamelien-Ausstellung im Park von Locarno erhofft man sich so auch einen früheren Beginn der Tourismussaison.
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