Münchner Filmfest: Sanfte Provokation für behutsame Zeiten
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Lehrerzimmer und Sonnenstudio. In dem Debütfilm „Ivie wie Ivie“ findet die 27-jährige Ivie (Haley Louise Jones, li.) heraus, dass sie eine Halbschwester (Lorna Ishema) hat.

© Filmfest München

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Münchner Filmfest: Sanfte Provokation für behutsame Zeiten

Liberalitas Bavariae und kuschelige Neurosen: Das deutsche Kino auf dem Münchner Filmfest.

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Im Januar 1982 erhielt Thomas Brasch den Bayerischen Filmpreis für „Engel aus Eisen“. Nachdem er den Porzellanlöwen am Fuß des Rednerpults abgestellt hatte, lobte der seit 1976 im Westteil der Stadt lebende Ost-Berliner nicht nur die Kriminalität als „urwüchsigsten Ausdruck der Auflehnung“, sondern dankte auch der Filmhochschule der DDR für seine Ausbildung. Das Publikum reagierte mit Buhrufen, während Ministerpräsident Franz-Josef Strauß Brasch amüsiert als „lebendiges Demonstrationsobjekt der Liberalitas Bavariae“ titulierte. Wie kostbar erscheint eine solche Provokation heute, in diesen überbehutsamen Zeiten. Andreas Kleinert, Jahrgang 1962, studierte wie Brasch an der Filmhochschule Babelsberg. Sein Film „Lieber Thomas“ eröffnete am Donnerstag die Reihe Neues Deutsches Kino beim Filmfest München.

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