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Was machen wir heute?: Souverän werden
Meine ersten Tage als Neuberliner habe ich in Moabit verbracht. Österreichisch ausgesprochen klingt das wie „morbid“.
Von Till Hein
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Meine ersten Tage als Neuberliner habe ich in Moabit verbracht. Österreichisch ausgesprochen klingt das wie „morbid“. Dort fiel mein Blick auf eine abgehackte Hand. Mannshoch und aus Metall stand sie am Straßenrand. Ein Kunstwerk. Dass Berlin mal durch eine Mauer zerschnitten war, wusste ich. Auch von den gebrochenen Lebensläufen vieler Berliner hatte ich gehört. Wahrscheinlich ist die Stahlklaue also ein Sinnbild für meine neue Heimatstadt, dachte ich. Sie wirkte mächtig, bedrohlich, als wollte sie mich zermalmen. Ob ich hart genug sein würde für diese Stadt?
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