Arbeiten von Karin Sander im Schloss Rheinsberg: Städteporträts der anderen Art
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Schloss Rheinsberg unter blauem Himmel.

© picture alliance/dpa

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Arbeiten von Karin Sander im Schloss Rheinsberg: Städteporträts der anderen Art

Karin Sander feiert mit ihren ortsbezogenen Kunstwerke die spröde Schönheit der Abstraktion. Ihre Arbeiten sind derzeit in Schloss Rheinsberg zu sehen.

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Der antike Gott Apoll vertreibt die Nacht. Für die Kunst brechen goldene Zeiten an. Das Deckengemälde von Antoine Pesne, schönstes französisch-friderizianisches Rokoko, schmückt den Spiegelsaal von Schloss Rheinsberg, wo Kronprinz Friedrich zur Querflöte griff. Darunter liegt, auf einem hohen grauen Postament – ein Ei. „Straußenei, poliert“ heißt das Objekt von Karin Sander, das seinem Titel genau entspricht. Ein getrocknetes, mit feinem Schleifpapier spiegelglatt poliertes Straußenei, makellos und formvollendet wie der Stuck der Wände. Das Ei liegt, verrät die freundliche Museumswächterin, ohne Befestigung auf dem Sockel. Schönheit ist zerbrechlich und Ergebnis harter Arbeit. Ein lakonischerer Kommentar ist kaum denkbar in diesem dem märkischen Sand abgetrotzten Märchenschloss.

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