Interview mit Adam Zagajewski: Über die Spaltung der polnischen Gesellschaft
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Der Sieg gehört uns. Teilnehmerin einer Antiregierungsdemo am 27. Februar 2016 in Warschau.

© Marcin Obara/dpa

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Interview mit Adam Zagajewski: Über die Spaltung der polnischen Gesellschaft

Im Interview spricht der Dichter und Essayist Adam Zagajewski darüber, wie die nationalkonservative Regierung das Land gestohlen und die Atmosphäre vergiftet hat.

Von Gregor Dotzauer

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Adam Zagajewski, 1945 im heute ukrainischen Lemberg geboren und im oberschlesischen Gleiwitz aufgewachsen, gehört zu den bedeutendsten Lyrikern der Gegenwart – nicht nur Polens. Neben seinen Gedichten, die aus oft ganz alltäglichen Beobachtungen metaphysische Funken schlagen, hat er sich auch als Essayist einen herausragenden Namen gemacht. Nach dem Studium der Philosophie und Psychologie in Krakau, wo er heute wieder lebt, engagierte er sich früh in der Bürgerrechtsbewegung und ging nach der Verhängung des Kriegsrechts 1981/82 über West-Berlin und die USA ins Pariser Exil. Er lehrte Literatur in Houston, Texas, und an der University of Chicago. Im Hanser Verlag erschienen zuletzt der Gedichtband "Unsichtbare Hand" und die Tagebuchnotate "Die kleine Ewigkeit der Kunst". In Berlin erhielt er am Mittwoch den mit 15 000 Euro dotierten Jean-Améry-Preis für europäische Essayistik, der vom Verlag Klett-Cotta und der Allianz Kulturstiftung in Zusammenarbeit mit Eurozine, dem Netzwerk europäischer Kulturzeitschriften, vergeben wird.

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