Menschenrechte in Xinjiang: Zeugen und Gegenzeugen
zum Hauptinhalt
In den Diensten eines han-chinesischen Investors. Uigurische Arbeiter ziehen Bewässerungsgräben für eine Baumwollplantage außerhalb von Kashgar.

© imago images/Joerg Boethling

Tagesspiegel Plus

Menschenrechte in Xinjiang: Zeugen und Gegenzeugen

Im Streit um Chinas Völkermord an den Uiguren haben sich absurde Konstellationen ergeben - auch in Europa. Die Zeitschriftenkolumne.

Von Gregor Dotzauer

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Die Beweise sind erdrückend. Der Umgang der chinesischen Zentralregierung mit ihren uigurischen und kasachischen Minderheiten in der Grenzregion Xinjiang erfüllt alle UN-Kriterien eines Völkermords – mit Ausnahme der unmittelbaren massenhaften Tötung. Die westlichen Assoziationen von Konzentrationslager und Gulag mögen die brutalen Sinisierungsmaßnahmen der Han-Mehrheit nicht ganz treffen. Doch als systematisch organisierter, mit ebenso hochtechnisierten wie archaischen Mitteln arbeitender Versuch, eine muslimisch geprägte Kultur auszulöschen, die Pekings Großmachtplänen im Weg steht, erfassen sie den totalitären Charakter des Geschehens.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })