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Der Körperleser: Auch die Person ist die Botschaft
Bankenchef Josef Ackermann, von manchen bewundert, von anderen verachtet, ist abgetreten. Aus diesem Anlass berichtet Kolumnist Ulrich Sollmann vom Gespräch mit einem Topmanager, der lange als integer und charmant galt - bis er sich plötzlich einer Hetzkampagne ausgeliefert fühlte.
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„Was raten Sie mir?“ fragte er mich nach exakt 3 Minuten. Der, den ich aus Gründen des Vertrauensschutzes Dr. Kemper nennen möchte, ist Vorsitzender des Vorstands eines international operierenden, börsennotierten Unternehmens aus dem Food-Bereich. Eine von ihm initiierte Fusion hatte alle Beteiligten und Beobachter neun Monate zuvor völlig überrascht. Dr. Kemper galt seit langem als integere, erfolgreiche, sogar charmante Unternehmerpersönlichkeit. Ein Mann des wirtschaftlichen Erfolgs. Ein Mann mit persönlichen und moralischen Grundsätzen. Ein Mann, der seine Familie liebt. Ein begnadeter Musiker. Ein Topmanager, der, wie man im Management-Sprech zu sagen pflegt, keine Leiche im Keller hatte. – Welcher Manager kann das von sich behaupten?
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