Kolumne: Was Wissen schafft: Im Kampf gegen die Keime
zum Hauptinhalt
Alexander S. Kekulé ist Mikrobiologe und Direktor des Instituts für Biologische Sicherheitsforschung in Halle.

© promo

Tagesspiegel Plus

Kolumne: Was Wissen schafft: Im Kampf gegen die Keime

Einzelne Infektionsfälle sind im Gesundheitswesen kaum zu vermeiden. Dennoch müssen Kliniken die Hygieneregeln überdenken - auch die Charité hätte womöglich Todesfälle verhindern können.

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Jetzt ist es also auch an der Charité passiert. Nach den berüchtigten Ausbrüchen in Hamburg-Altona, Mainz, Passau, Bremen und Leipzig sind gramnegative Keime auch in Deutschlands größter Uniklinik außer Kontrolle. Die Charité galt als Klassenprimus in Sachen Sauberkeit, ihr Hygieneinstitut ist zugleich das „Nationale Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen“ (NRZ): Dort werden Empfehlungen zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen erarbeitet sowie Lob und Tadel für den Rest der Republik vergeben. Die Direktorin Petra Gastmeier ist eine der angesehensten Krankenhaushygienikerinnen Deutschlands – und Expertin ausgerechnet für gramnegative Darmbakterien, zu denen die in der Neugeborenen-Intensivstation ausgebrochene Art Serratia marcescens gehört.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })