Alexander S. Kekulé: Kein Goldrausch am Hindukusch
Ob die Bodenschätze Afghanistan wirklich nutzen, ist unklar.
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Endlich einmal eine gute Nachricht aus Afghanistan: Die USA haben in dem bettelarmen Land Bodenschätze im Wert von einer Billion Dollar entdeckt. Mit den gigantischen Vorräten an Kupfer, Eisen, Gold, Uran und Lithium könne Afghanistan wirtschaftlich auf eigene Beine kommen, verkündete das Pentagon stolz. Vorbei wäre die Abhängigkeit vom Opiumexport und den Drogenbaronen der Taliban. Allein die Lithiumvorräte reichten aus, zitierte die „New York Times“ das US-Verteidigungsministerium, um Afghanistan zum „Saudi-Arabien des Lithiums“ zu machen. In Kabul wird schon euphorisch gerechnet: Eine Billion für 29 Millionen Einwohner, das macht 34 482,76 Dollar pro Kopf, ein unvorstellbares Vermögen in der islamischen Republik. Nicht nur für Barack Obama, auch für Hamid Karsai ist die gute Nachricht innenpolitisch Gold wert.
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