Aufgelesen: Reagan oder Rice: Das revolutionäre Amerika
Condoleezza Rice zwischen Realismus und Idealismus.
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"Der Präsident sprach, die Sowjets schwankten, die Mauer fiel“, so charakterisiert James Mann den konservativen Mythos, der sich um Ronald Reagans Rede rankt, die er vor 20 Jahren an der Berliner Mauer hielt. In einem Kommentar in der International Herald Tribune beschreibt der Politikwissenschaftler, dass die Realität weit komplexer war. Reagan habe die Sowjetunion zwar weiter für ein „evil empire“ gehalten, habe aber erkannt, dass mit Gorbatschow echte Veränderungen möglich waren. Seine Rede sollte eher dazu dienen, die ideologischen Vorbehalte seiner konservativen Basis zu besänftigen, die Reagans Annäherung an Moskau und die weitgehenden Abrüstungsverhandlungen mit Gorbatschow kritisch beäugte. Reagan war also beides: ein Visionär, der an den unbedingten Freiheitswillen der Menschen glaubte, der aber pragmatisch agierte, wo es galt, die Chance zur Veränderung zu ergreifen.
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