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Altersweisheit: Schlechte Laune verlängert das Leben
Der Grantler ist übel beleumundet. Stets schlecht gelaunt, pessimistisch, grimmig. Unser Kolumnist Helmut Schümann wundert sich, dass die Wissenschaft herausgefunden hat, wie gut es der Grantler hat.
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Das Bairische ist eigentlich keine Sprache, sondern vielfach ein Würgegeräusch, das in großen Teilen Deutschlands nicht verstanden wird. Dennoch hat man sich außerhalb des bairischen Sprachgebrauchs darauf verständigt, den Sinn vereinzelter Würgegeräusche zu kennen. Was miasanmia ist, weiß man auch, wenn man nicht zu den Liebhabern des FC Bayern gehört. Ein anderer, weit über weiß-blaue Grenzen hinweg bekannter Würger ist der Grantler. Der Grantler ist nicht gut beleumundet und zielt heute, unabhängig von seiner etymologischen Herkunft, auf jene Menschen ab, die stets grollen, grimmig blicken, grantig sind und die, wenn es sich um alte Grantler handelt, möglichst bald in die Gruft fahren sollen. Es sind die Misanthropen unter den Menschen, übel gelaunte Wesen, denen alles auf die Nerven geht, für die Freude ein Fremdwort ist, die zum Lachen in den Keller gehen, die Welt grau und trist erleben und die, wenn sie aus dem Keller wieder hochkommen, die im Hinterhof spielenden Kinder, „könnt ihr nicht endlich still sein, verfluchte Rasselbande!“, vertreiben. Alles ist mies, das Alter ohnehin, und die Zukunft ist es auch.
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