Alexander S. Kekulé: Strahlende Post für Russland
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Alexander S. Kekulé: Strahlende Post für Russland

Während die Demonstranten in Gorleben ihre Zelte abbauen, plant die Bundesregierung einen viel heikleren Atomtransport: Bombenfähiges Uran soll in Russland entsorgt werden. Doch der sächsische Atommüll muss in Deutschland bleiben.

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Die Wiedervereinigung bescherte dem Freistaat Sachsen ein strahlendes Problem. Der 1957 von den Sowjets spendierte Reaktor Dresden-Rossendorf, einst „Zentrale Kerntechnische Forschungseinrichtung“ und ganzer Stolz der DDR, erfüllte die neuen Sicherheitsstandards nicht und musste stillgelegt werden. Ab 1999 lagerten die Brennstäbe in speziellen Castor-Behältern. Doch auch die Lagerhalle in Rossendorf war zu unsicher und für einen Umbau fehlte das Geld. Also mieteten die findigen Sachsen eine Halle im zentralen Zwischenlager Ahaus. Dort im fernen Münsterland schmort die DDR-Altlast seit fünf Jahren vor sich hin, gemeinsam mit rund 320 westdeutschen Reaktormüll-Behältern.

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