Debatte über Armutsmigration: Vom Reflex zur Reflexion
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Seit dem 1. Januar 2014 haben auch Bulgaren und Rumänen volle Freizügigkeit in der EU. Ist das nicht auch gut so?

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Debatte über Armutsmigration: Vom Reflex zur Reflexion

Wer betrügt, der fliegt: Das Motto sollte vor allem für jene gelten, die eine Gespensterdebatte über den massenhaften Missbrauch von Sozialleistungen führen. Der Streit ist ohnehin eine Farce.

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Worum geht’s? Noch bevor diese Frage gestellt werden konnte, funktionierten beim Thema Einwanderung auch im neuen Jahr die alten Reflexe wie auf Knopfdruck. Von rechts die Warnung vor einem massenhaften Missbrauch der Sozialsysteme (unbegründet), von links die Warnung vor Xenophobie (unbegründet), von Wirtschaftsseite der Hinweis auf fehlende Fachkräfte (begründet), von kirchlicher Seite die Betonung der Menschlichkeit (nie verkehrt), von Migrationsexperten das notwendige Zahlenmaterial (zehn Prozent der in Deutschland lebenden Bulgaren und Rumänen beziehen Sozialleistungen), von den betroffenen Städten und Kommunen die Forderung nach praktischer Hilfe (sprich: mehr Geld). Alles also wie gehabt.

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