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POSITIONEN: Wo ist unser Obama?
Nach der US-Wahl: Die Deutschen müssen ihr Selbstbild revidieren
Von Tanja Dückers
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Für die Deutschen schlägt eine schwere Stunde: die amerikanische Wahl. Die Mehrzahl der Bundesbürger hat sich den Kandidaten der Demokraten als 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewünscht, aber doch bitte keinen „Change“! – keine Irritation ihrer behaglich negativen Sicht auf dieses Land. Denn die Amtszeit von George W. Bush verführte viele Deutsche zu einer bipolaren Weltsicht, die von fast Kalter-Krieg-hafter Schlichtheit war. Mit dem Unterschied: Die beiden Seiten der Medaille waren nicht die UdSSR und die USA, sondern Deutschland oder Europa und Amerika. Dort die Guten, da die Bösen.
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