Saudi-Arabien: An Raif Badawi erinnern
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Eine Demonstration für den saudischen Blogger Raif Badawi vor der Botschaft Saudi-Arabiens in London Anfang diesen Jahres.

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Tagesspiegel Plus Update

Saudi-Arabien: An Raif Badawi erinnern

Fast ist Raif Badawi in Vergessenheit geraten. Nachdem das oberste saudische Gericht die menschenrechtsverachtende Strafe gegen den Blogger bestätigt hat, droht ihm an diesem Freitag wieder die Auspeitschung. Unser Kolumnist möchte kotzen.

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Am gestrigen Donnerstag wurde in der Berliner Tiergartenstraße vor der Botschaft Saudi-Arabiens wieder demonstriert. Es ging um Raif Badawi. Ich habe hier wegen des Schicksals von Raif Badawi schon einmal mit Max Liebermann abgekotzt. Fast hatte man Raif Badawi vergessen. Das ist nicht verwerflich oder anzuprangern oder verwunderlich. Diese beste aller möglichen Welten liefert tagtäglich so viel Material und Nachrichten, dass man aus dem Kotzen gar nicht mehr rauskommt. Aber Raif Badawi ist nur für kurze Zeit in den Hintergrund getreten. In der vergangenen Woche hat das oberste Gericht Saudi-Arabiens, natürlich im Namen Gottes, das höllische, teuflische Urteil gegen den Blogger, der nur Meinungsfreiheit will, bestätigt. Zehn Jahre Haft, 226 000 Euro Strafgeld. Und tausend Peitschenhiebe. 1000!

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