Auszeichnung für die EU: Der Preis der Zukunft
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Auszeichnung für die EU: Der Preis der Zukunft

Die Entscheidung der Osloer Jury, der EU den Friedensnobelpreis zu verleihen, ist nicht unumstritten. Von welchen Motiven ist sie geleitet?

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Am Ende war es doch für viele politische Beobachter eine Überraschung – obwohl schon eine Stunde vor Bekanntgabe der Entscheidung des Nobelpreiskomitees ein norwegischer TV- und Rundfunksender die Nachricht in die Welt gesetzt hatte: Die Europäische Union würde in diesem Jahr die weltweit höchste Auszeichnung für Verdienste um Frieden und Menschenrechte erhalten. Als Komitee-Vorsitzender Thorbjörn Jagland in Oslo an das Pult trat, lag dennoch gespannte Unruhe in der Luft. Die Preisverleihung sei eine Botschaft an das mit einer schweren Schuldenkrise kämpfende Europa, das Erreichte zu bewahren und weiter zu entwickeln, sagte Jagland und fügte hinzu, die Auszeichnung sei eine Mahnung, was verloren ginge, „wenn der Union das Auseinanderbrechen gestattet würde“. Die Botschaft an Europa sei: „Bewahrt, was wir für diesen Kontinent bislang erreicht haben“, sagte er.

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