John Prendergast hat die amerikanische Sudanpolitik geprägt
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John Prendergast und der Schauspieler George Clooney treten oft gemeinsam auf. Clooney finanziert ein Satellitenprojekt, mit dem Militärbewegungen der sudanesischen Armee verfolgt werden sollen. Prendergast wirbt unermüdlich für sein Bild vom Genozid.

© AFP

Tagesspiegel Plus

Wer verändert die Welt? (5): Der Warner vor dem Genozid

John Prendergast hat der US-Öffentlichkeit erklärt, dass sie die Menschenrechte von Afrikanern retten muss – damit hat er Filmstars und Diplomaten überzeugt. Mit zum Teil beunruhigender Wirkung.

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Das Online-Lexikon Wikipedia führt John Prendergast als „Aktivist“. Das konservative britische „Spectator-Magazin“ bezeichnet ihn als „selbst ernannten Friedensstifter“. Der amerikanische Menschenrechtler hat es mit seinen Kampagnen geschafft, die USA-Afrikapolitik stark zu beeinflussen. Prendergast gehört zu der einflussreichen Gruppe rund um Susan Rice, die in der Regierung von Bill Clinton bereits für die Afrikapolitik der USA verantwortlich zeichnete und für die Regierung von Barack Obama zunächst UN-Botschafterin und inzwischen nationale Sicherheitsberaterin geworden ist. Auch Samantha Power, die Rice als UN-Botschafterin abgelöst hat, gehört zu der Gruppe, die als „genocide babes“ (Genozid-Babys) bezeichnet werden. Alle drei hat das amerikanische – aber auch weltweite – Versagen im Angesicht des ruandischen Völkermords 1994 geprägt.

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