Nach Festnahme der Sea-Watch-Kapitänin: Die Reaktionen im Fall Rackete sind heuchlerisch
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Carola Rackete auf Lampedusa.

© Guglielmo Mangiapane/Reuters

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Nach Festnahme der Sea-Watch-Kapitänin: Die Reaktionen im Fall Rackete sind heuchlerisch

Die breite Unterstützung für Carola Rackete verdeckt die Bigotterie der deutschen Politik in der Flüchtlingsfrage. Diese trägt eine Mitschuld. Ein Kommentar.

Hannes Soltau
Ein Kommentar von Hannes Soltau

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Die Solidarität ist riesig, die Spendenbereitschaft hoch. Innerhalb von nur zwei Tagen wurden in Deutschland über eine Million Euro für die in Italien inhaftierte Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete gesammelt. Allein für den Spendenaufruf „Lasst uns die Seenotretter retten!“ der Fernsehmoderatoren Jan Böhmermann und Klaas Heufer-Umlauf kamen bisher 800 000 Euro zusammen. Sie sollen zur juristischen Verteidigung einer Frau eingesetzt werden, deren vermeintliches Verbrechen es war, Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Zum Vergleich: Letztes Jahr hatte die Organisation Sea-Watch bis Oktober 1,8 Millionen Euro Spendengeld erhalten.

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