Nach Spionageverdacht in Berliner Polizei: Druck auf die türkische Opposition im Exil
zum Hauptinhalt
Ein Anhänger des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zeigt den nationalistischen Wolfsgruß.

© Paul Zinken/dpa

Tagesspiegel Plus Update

Nach Spionageverdacht in Berliner Polizei: Druck auf die türkische Opposition im Exil

Wie Anhänger des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan regierungskritische Exilanten unter Druck setzen. FDP stellt Anzeige wegen Denunzianten-App.

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Recep Tayyip Erdogan besucht Deutschland - und die türkische Opposition ist schon da. Der Umgang des Präsidenten mit den Exilanten hat sich aber in den vergangenen Monaten verändert. Zum einen verzichtet der Staatschef auf einen öffentlichen Auftritt in Deutschland, obwohl Hunderttausende seiner Anhänger hierzulande eine Kundgebung wünschten. Zum anderen berichten auch regierungsnahe türkische Medien wohlwollender über „Almanya“ - ein Land, das in den vergangenen drei, vier Jahren oft als „türkenfeindlich“ bezeichnet worden ist. Nicht erst nach den Tagesspiegel-Recherchen zum aktuellen Verdacht in der Berliner Polizei, sagten deutsche Sicherheitsexperten und türkische Exilanten gleichermaßen, Erdogans Versöhnungskurs dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass Ankara hierzulande Regierungskritiker verfolgen lässt. Die Führung der Türkei gehe allerdings inzwischen vorsichtiger vor.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })