Der Flüchtlingsstaat Israel und die Flüchtlinge aus Afrika
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„Wir sind keine Kriminellen“. Mit einer beispiellosen Protestwelle haben Asylsuchende vor allem aus dem Sudan und Eritrea, aber auch einigen anderen afrikanischen Staaten in ganz Israel gegen ihre triste Lage demonstriert.

© imago/Xinhua

Tagesspiegel Plus

Israel: Gekommen, um zu bleiben

Der Flüchtlingsstaat Israel und die Asylsuchenden aus Afrika: Vier Tage lang haben Zehntausende demonstriert. Sie wehren sich gegen die schlechte Behandlung – doch weder Sudanesen, Äthiopier oder Eritreaer denken an Rückkehr.

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Es hat etwas von einem Jubiläum. Vor fast genau zehn Jahren tauchten die ersten Afrikaner an der undichten Grenze zwischen Israel und Ägypten auf und überraschten die Soldaten. „Männer, Frauen und Kinder kommen an, manchmal Hundert in einer Nacht“, sagten die jungen diensthabenden Israelis damals. Es blieb nicht bei einigen Hundert. Mittlerweile leben mehr als 53 000 Menschen aus Eritrea, dem Sudan, Kongo und Äthiopien in Israel. Und ihre Lage ist vertrackt. An vier aufeinanderfolgenden Tagen demonstrierten nun Zehntausende von ihnen friedlich in Tel Aviv, Eilat und Jerusalem, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.

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