Nach Aussagen von Merz und Klingbeil: Mehrheit lehnt Mehrwertsteuerreform und Ende des Ehegattensplittings ab
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Ein Brautpaar schneidet eine Torte bei einer Hochzeitsfeier an.

© dpa/Hauke-Christian Dittrich

Nach Aussagen von Merz und Klingbeil: Mehrheit lehnt Mehrwertsteuerreform und Ende des Ehegattensplittings ab

Die Bundesregierung erwägt, die Mehrwertsteuer zu erhöhen, SPD-Chef Lars Klingbeil will das Ehegattensplitting abschaffen. Beide Vorschläge kommen in der Bevölkerung nicht gut an.

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Eine Mehrheit der Bevölkerung ist einer Umfrage zufolge gegen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und eine Abschaffung des Ehegattensplittings. 53 Prozent der Befragten lehnen eine Erhöhung des regulären Mehrwertsteuersatzes und die gleichzeitige Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel ab, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Civey im Auftrag des Nachrichtensenders Welt TV ergab. 27 Prozent sind für eine solche Mehrwertsteuerreform.

Der Umfrage zufolge lehnen auch 48 Prozent der Befragten eine Abschaffung des Ehegattensplittings ab, 35 Prozent sprechen sich dafür aus.

Berücksichtigt wurden den Angaben nach die Antworten von 2500 repräsentativ ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmern zwischen dem 26. und dem 27. März.

Mehrwertsteuer reformieren, Ehegattensplitting abschaffen?

Dem Vernehmen nach hatte die Bundesregierung im Zuge einer Reformdebatte den Effekt einer Mehrwertsteuererhöhung durchrechnen lassen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schloss im Bundestag nicht aus, dass im Zusammenhang mit angestrebten Entlastungen von Arbeitnehmern und Unternehmen die Besteuerung geändert werden könnte.

Aktuell fällt auf die meisten Waren eine Mehrwertsteuer von 19 Prozent an, für ausgewählte Lebensmittel gilt ein reduzierter Satz von 7 Prozent. Durchgerechnet wurde eine Erhöhung des regulären Satzes um ein bis zwei Prozentpunkte. Ebenfalls lose erwogen wird offenbar, den reduzierten Satz noch weiter zu reduzieren, um Lebensmittel günstiger zu machen.

Der Vorschlag, das Ehegattensplitting für künftige Ehen abzuschaffen, kam von SPD-Chef Lars Klingbeil. Er sieht darin einen steuerlichen Fehlanreiz, der Arbeit für verheiratete Frauen oft weniger lohnenswert macht. Der Vorteil beim Steuersplitting ist momentan umso größer, je größer der Unterschied zwischen den Einkünften der Partner ist. (dpa)

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