Gleichstellung von Männern und Frauen: Regierungsbeauftragte rügt Regierung
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In vielen Familien herrscht noch immer das klassische Rollenmodell: Der Mann verdient, und die Frau verdient ein bisschen dazu. Die Regierungsbeauftragte bescheinigt der Regierung schlechte Noten in der Gleichstellungspolitik.

© dpa

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Gleichstellung von Männern und Frauen: Regierungsbeauftragte rügt Regierung

Die Vorsitzende der Gleichstellungskommission wirft der Regierungskoalition Untätigkeit in der Familienpolitik vor. Die Ausweitung von Minijobs und Niedriglöhnen verschärfe sogar noch die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen.

Von Anna Sauerbrey

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Die Vorsitzende der Gleichstellungskommission der Bundesregierung, Ute Klammer, kritisiert die Familienpolitik der schwarz-gelben Koalition. Im Interview mit dem Tagesspiegel sagte sie: „Die dicken Brocken sind noch nicht angefasst.“ Die Politikwissenschaftlerin der Universität Duisburg-Essen hatte gemeinsam mit acht weiteren Sachverständigen im Auftrag des Familienministeriums Empfehlungen erarbeitet, wie die Gleichstellung von Männern und Frauen in Deutschland verbessert werden könnte. Der Bericht, der 2008 noch von Ursula von der Leyen (CDU) in Auftrag gegeben worden war, wurde im Januar 2011 der Bundesregierung übergeben und im Juni desselben Jahres veröffentlicht. Darin forderte die Kommission unter anderem den Ausbau der Kinderbetreuung und eine Reform des Ehegattensplittings.

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