Politik: Taliban-Gefangene: Eine Frage der Definition
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Politik: Taliban-Gefangene: Eine Frage der Definition

Der Kommentator im populären US-Nachrichtensender "Fox" zieht spöttisch seinen Mundwinkel hoch. "Nun mal langsam", höhnt er, "offenbar entdecken die Europäer gerade ihr Herz für Terroristen.

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Der Kommentator im populären US-Nachrichtensender "Fox" zieht spöttisch seinen Mundwinkel hoch. "Nun mal langsam", höhnt er, "offenbar entdecken die Europäer gerade ihr Herz für Terroristen." Damit spricht er aus, was viele Amerikaner denken. Selbst die liberale "Washington Post" schreibt, die Gefangenen auf dem Marinestützpunkt Guantanamo würden "angemessen" behandelt. Lediglich die linksliberale "New York Times" spricht von einigen "irritierenden Berichten", kommt aber in der Status-Frage der Inhaftierten zu einem klaren Urteil: "Die gesamte Al-Qaida-Führung sowie alle Personen, die in afghanischen Terror-Camps ausgebildet wurden, sollten nicht als Kriegsgefangene bezeichnet werden." Eklatanter könnte der Gegensatz zwischen Europa und den USA kaum sein. Das Guantanamo-Thema droht zur ersten großen Belastungsprobe der transatlantischen Allianz nach dem 11. September zu werden.

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