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Marie Kondo & Co: Was können die neuen Putzphilosophinnen?
Lange Zeit galt Ordnung als eine Eigenschaft von Spießern. Jetzt erlebt das Putzen ein Comeback als eine fast spirituell erlebte Selbstreflektion.
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Kleiderberge stapeln sich Sofa und Bett, die Schreibtischplatte ist verborgen unter Plüschtieren, auf dem Boden liegen leere Schuhkartons, Einkaufstüten und Zeitschriften. Ein Raunen geht durch das Publikum der Vortragsserie „Talks at Google“. Bei der Chaosbude handelt es sich um das Zimmer einer Frau, Anfang zwanzig. An ihrem Beispiel erklärt Marie Kondo, wie sie mit scheinbar hoffnungslosen Fällen wie diesem arbeitet. Als Ordnungsberaterin wird die Japanerin, die sich Konmarie nennt, gefeiert wie ein Popstar. Ihre Bücher aus der „Magic Cleaning“-Reihe (Rowohlt Taschenbuchverlag, 9,99 €) verkaufen sich weltweit millionenfach. Ihnen wird eine ähnliche Wirkung wie Allen Carrs „Endlich Nichtraucher“ nachgesagt: Wer einmal Marie Kondos Ordnungsprinzip verstanden hat, wird nie wieder ein Messie.
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