Politik: Wo der Hunger politisch wird
zum Hauptinhalt
Hungrig. Frauen laufen zu einer Nahrungsausgabe in dem Lager Badbaado im Zentrum der somalischen Hauptstadt Mogadischu. Die Hungerkatastrophe in Ostafrika ist die Folge der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren.

© AFP

Tagesspiegel Plus

Politik: Wo der Hunger politisch wird

Kenia zapft die Getreidereserve an, in Uganda mehren sich die Proteste – und Norwegen will mit Islamisten in Somalia reden

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Berlin - Die Hungerkrise in Ostafrika setzt die Regierungen der Region zunehmend unter Druck. Am Freitag kündigte der kenianische Premierminister Raila Odinga an, 500 000 Sack Mais aus der strategischen Getreidereserve des Landes für die Nothilfe einzusetzen. Dabei ist die nationale Reserve bereits dramatisch reduziert. Sie beträgt nach Informationen der Tageszeitung „The Daily Nation“ nur noch etwa 2,2 Millionen Sack, acht Millionen Sack wären der Idealzustand. Die Regierung in Nairobi schätzt die Zahl der Kenianer, die wegen der verheerenden Dürre im Norden des Landes auf Lebensmittelhilfe angewiesen sind, auf vier Millionen. Im Mai waren es noch 2,4 Millionen Menschen gewesen.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })