Politik: Wulffs Kirchenasyl
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Politik: Wulffs Kirchenasyl

Wahrscheinlich war es Zufall: Zweimal besuchte der Bundespräsident an diesem Wochenende Gotteshäuser. Am Samstag in Wittenberg, am Sonntag in Berlin Hat dort gesungen und aus der Bibel gelesen. Und da vielleicht gesucht, was ihm derzeit anderswo kaum vergönnt ist – Ruhe im Sturm.

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Es ist noch eine Dreiviertelstunde bis zum Festgottesdienst. Zügig füllt sich an diesem nasskalten Sonntagmorgen die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Viele Kirchgänger kommen zum 50. Jahrestag der Einweihung der neuen Kirche. Pfarrer Martin Germer begrüßt Gemeindemitglieder und geladene Gäste. Diese Kirche, sagt er, sei ein Ort, an dem Menschen frei und ruhig werden. „Und wenn man zur Ruhe kommt, entsteht Freiraum.“ Er blickt zum Eingang. Kurze Zeit später blitzen Kameralichter auf. Es erscheint der Bundespräsident Christian Wulff, an seiner Seite seine Frau Bettina. Gäste, mit denen nicht jeder an diesem Tag rechnete.

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