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Schlechte Beliebtheitswerte für den Kanzler: Grüne und Linke überholen die SPD
Im neuesten „Politbarometer“ bleibt die AfD stärkste Kraft vor der Union. Derweil äußert sich eine Mehrheit der Befragten skeptisch zu dem von der Bundesregierung geschnürten Reformpaket.
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Grüne und Linke überholen im aktuellen ZDF-„Politbarometer“ die SPD – weiter vorn liegt aber weiterhin die AfD. Die Grünen kommen in der am Freitag veröffentlichten Umfrage auf 14 Prozent, die Linke steht bei 13 Prozent. Beide Parteien verbessern sich damit im Vergleich zum letzten „Politbarometer“ im Juni um jeweils zwei Prozentpunkte. Die SPD fällt hingegen um einen Punkt auf nun zwölf Prozent.
Weiterhin stärkste Partei ist mit 27 Prozent die AfD, dahinter liegt die Union mit 23 Prozent. Beide Parteien verschlechtern sich im Vergleich zum letzten „Politbarometer“ um jeweils einen Punkt.
Die FDP steht unverändert bei vier Prozent. Alle anderen Parteien kommen zusammen auf sieben Prozent, darunter ist aber keine, die mindestens drei Prozent erreichen würde. Eine Mehrheit hätte die aktuelle schwarz-rote Regierungskoalition mit diesen Umfrageergebnissen nach wie vor nicht.
Mehrheit sieht Reformen kritisch
Die jüngsten Reformen der Bundesregierung werden von einer deutlichen Mehrheit der Deutschen kritisch gesehen. Lediglich 30 Prozent glauben laut dem am Freitag veröffentlichten ZDF-„Politbarometer“, dass die Reformen eher in die richtige Richtung gehen. Dagegen sehen das 63 Prozent nicht so. Der Rest der Befragten zeigte sich unschlüssig.
Besonders ausgeprägt ist laut dem „Politbarometer“ in der Bevölkerung die Auffassung, dass die geplanten Belastungen eher ungerecht verteilt sind. Diese Meinung vertraten 81 Prozent der Befragten.
Aufgeschlüsselt nach Parteien befürworten die Anhänger der Regierungsparteien mehrheitlich die Reformen. Bei der Union zeigten sich 66 Prozent und bei der SPD 51 Prozent überzeugt, dass diese in die richtige Richtung gehen. Dagegen erklärten sich die Anhänger von AfD, Grünen und Linken der Umfrage zufolge mehrheitlich skeptisch. Die Anhänger der FDP sind geteilter Meinung.
Pistorius weiterhin am beliebtesten
Beliebtester Politiker bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung ist weiterhin Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Er wird auf einer Skala von +5 bis –5 mit einem Durchschnittswert von 1,5 (im Juni ebenfalls 1,5) beurteilt. Es folgen Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) mit 0,9 (1,0) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) mit 0,1 (0,3).
Danach beginnt demnach schon der Negativbereich: Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek kommt auf minus 0,7 (minus 0,8), SPD-Finanzminister Lars Klingbeil ebenfalls auf minus 0,7 (minus 0,4). Kanzler Friedrich Merz (CDU) wird mit – 1,6 beurteilt. Schlusslicht bleibt AfD-Chefin Alice Weidel mit – 2,5 (minus 2,4).
Für das „Politbarometer“ befragte die Forschungsgruppe Wahlen vom 14. bis 16. Juli telefonisch und online 1284 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte. Die statistische Fehlerquote wurde mit zwei bis drei Prozentpunkten angegeben. (AFP)
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