Etwas HELLA: Erst schocken, dann putzen
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Etwas HELLA: Erst schocken, dann putzen

Windböen und Regenguss haben vor einigen Tagen so manches durcheinandergewirbelt. Doch die Stadtwerke reagierten sofort.

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Windböen und Regenguss haben vor einigen Tagen so manches durcheinandergewirbelt. Doch die Stadtwerke reagierten sofort. Die Straßen wurden besichtigt, abgebrochene große Äste beiseite geräumt, schwerere Schäden beseitigt. Denn Potsdam ist eine saubere, gepflegte Stadt. Dass Zweige und Dreck liegengeblieben sind und Schwemmsand noch immer die Wege bedeckt, ist nicht etwa schlampig oder gar fahrlässig, sondern hat eine erzieherische Funktion. Als Schocktherapie sozusagen. Denn wer eine blitzblanke Stadt anstrebt, muss sich erst einmal vor Augen führen, wie übel eine dreckige aussieht. Zur Schocktherapie gehören offenbar auch überquellende Papierkörbe zum Beispiel an geduldeten Badestellen des Heiligen Sees oder die Dreckhaufen vor meiner Haustür. Papiertüten und Plasteverpackungen zieren Fußweg und Vorgärten und Kippen gehen da zu Boden, wo die Zigarette zu Ende geraucht wurde. Dass wir vor der eigenen Türe kehren, ist eigentlich kontraproduktiv. Es nimmt den Verfechtern der gerade angelaufenen Sauberkeitskampagne womöglich den Wind aus den Segeln. Ein Schock muss tief sitzen, damit sich etwas ändert. Da können Sie jeden guten Therapeuten fragen.

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