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Bundesliga: Bei Hertha geht es "um die Existenz"
Nach dem Desaster von Nürnberg gehen die Argumente für eine Rettung aus. Manager Preetz gerät in die Kritik - und das Verhältnis der Mannschaft zu ihren Fans verschlechtert sich zusehends.
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Berlin - Es war 12.17 Uhr, als die Spieler am Sonntag vom Trainingsplatz schlichen. Die Köpfe trugen sie gesenkt. Trainer Friedhelm Funkel hatte sie gerade eine Dreiviertelstunde lang über den Schenckendorffplatz rennen lassen. Straftraining, statt Auslaufen. Herthas Profis aber waren nicht einmal sauer darüber. „Das haben wir gebraucht“, sagte Gojko Kacar stellvertretend für seine Kollegen. „Wir mussten wieder klar werden im Kopf.“ Herthas Talentiertester war in Nürnberg noch vor der Halbzeit ausgewechselt worden, was so ziemlich die schlimmste Beleidigung für einen Fußballer ist. Doch selbst das konnte der Serbe seinem Trainer nicht so recht verübeln, „weil ich schlecht war“. Natürlich nimmt dem seit zwei Wochen in Berlin arbeitenden Friedhelm Funkel niemand etwas krumm, er ist schließlich gekommen, als Hertha schon bis zum Hals in der Krise steckte. Jetzt sind die Probleme bis über Augenhöhe angewachsen. Der Mannschaft fehlt nach ihrer beängstigend schwachen Vorstellung in Nürnberg jegliches Argument, um ihre Leistung überhaupt diskutieren zu dürfen. Und das Management um Michael Preetz muss sich nach neun Spieltagen bereits Fragen nach der eigenen Bilanz gefallen lassen.
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