Negativserie hält an: Der 1. FC Union geht in Leverkusen unter
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Aljoscha Kemlein und der 1. FC Union erlebten einen Spieltag zum Vergessen.

© dpa/Marius Becker

Negativserie hält an: Der 1. FC Union geht in Leverkusen unter

Die Köpenicker konnten noch nie seit dem Aufstieg 2019 bei der Werkself gewinnen. Nach dem ersten frühen Gegentor waren sie dieses Mal völlig chancenlos.

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Dass Bayer Leverkusen ein schwieriges Pflaster ist, wussten sie beim 1. FC Union schon vor dem zweiten Spieltag dieser Saison. Seit dem Bundesliga-Aufstieg 2019 warten sie dort auf ihren ersten Sieg. Doch beim ersten Heimspiel von Leverkusens Carles Martínez lief reichlich wenig für die Köpenicker zusammen – und sie gingen mit 0:4 (0:2) regelrecht unter.

Vor 29.629 Zuschauern in der BayArena sorgten die Argentinier Ezequiel Fernández (1. Minute) und Facundo Medina (28.) sowie Patrik Schick (48.) und Ibrahim Maza (66.) mit ihren Treffern für Jubel in der Leverkusener Arena.

Die Hausherren legten einen Traumstart hin und gingen bereits nach 44 Sekunden in Führung. Nach einem Angriff über halbrechts legte Grimaldo-Nachfolger Miguel Gutiérrez von der Grundlinie für Fernández auf, der aus kurzer Distanz sein erstes Bayer-Tor erzielte. Anders als zum Saisonstart in Elversberg war die Werkself sofort präsent. Nur Union-Keeper Fredrik Rønnow, der nach seiner Verletzungspause zurückkehrte und sich ein anderes Comeback gewünscht hätte, verhinderte mehrfach das 2:0.

Doch Leverkusen blieb weiter am Drücker und erhöhte zunehmend den Druck, während von den überforderten Gästen offensiv fast nichts zu sehen war. Nach einer Ecke köpfte Schick nach knapp einer halben Stunde zunächst nur an die Latte. Doch eine punktgenaue Flanke von Gutiérrez fand daraufhin Medina, der per Kopf mit seinem ersten Torschuss in der Bundesliga zum 2:0 traf und damit für die zweite argentinische Torpremiere des Tages sorgte.

Union erwischt es auch nach der Pause kalt

Wenn Union offensiv einmal auftauchte, dann fast nur über weite Einwürfe. Kurz vor der Pause landete einer davon bei Josip Juranović, dessen Distanzschuss aber schon an der Strafraumgrenze geblockt wurde. Zur Pause standen damit neun Bayer-Abschlüsse – vier neben und fünf auf das Tor – nur einem der Gäste neben das Tor gegenüber. Der beste Berliner blieb Rønnow, sodass die viel zu harmlosen Gäste mit dem 0:2 noch gut bedient waren.

Nach Wiederanpfiff dauerte es keine drei Minuten, bis Bayer mit dem ersten Abschluss der zweiten Hälfte wieder zuschlug. Gegen schläfrige Berliner legte Jarell Quansah von rechts für Schick auf, der mit links zu seinem zweiten Saisontreffer einschob. Union-Coach Mauro Lustrinelli reagierte mit einem Dreifachwechsel, doch ohne Erfolg. Maza krönte seine starke Leistung nach einem Doppelpass mit Schick mit einem Distanzschuss zum 4:0.

Auch Martínez wechselte anschließend noch einmal durch. Rückkehrer Moussa Diaby wurde bei seinem Bundesliga-Comeback mit Sprechchören gefeiert. Ex-Unioner Robert Andrich kam zu seinem 200. Pflichtspieleinsatz im Bayer-Trikot. Auf Berliner Seite konnte sich Rønnow erneut mehrfach auszeichnen und verhinderte noch Schlimmeres. Offensiv blieben die Gäste dagegen weiterhin extrem harmlos und verloren damit völlig verdient.

Für die Köpenicker dürfte und sollte diese Niederlage vor allem wegen der Art und Weise, wie das Team über 90 Minuten auftrat, ein Warnsignal sein. Denn sie offenbarte einmal mehr, wie viel dem Team aktuell noch fehlt, um spielerisch Akzente setzen zu können. Mit dem FC Schalke als Aufsteiger wartet am Freitag ein Gegner, gegen den es drei Punkte zu holen gilt, um einen kompletten Fehlstart zu verhindern. (Tsp/dpa)

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