
© dpa
Seleção: Gezaudert, nicht gezaubert
Brasiliens Nationaltrainer Dunga steht in der Kritik – nicht nur weil seine Mannschaft in der WM-Qualifikation schlecht dasteht.
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Das Stadion „Minerão“ in Belo Horizonte ist weitläufig. Zwischen dem Spielfeld und der Tribüne liegen eine Tartanbahn und auch noch ein paar Meter Rasen. Carlos Dunga war froh darüber, nachdem seine Mannschaft 0:0 gegen Argentinien gespielt hatte und damit in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft weiter abrutschte. Denn die Fußballfans in Belo Horizonte gelten als fanatisch – und die meisten der gut 60 000 Zuschauer meinten es nicht gut mit dem brasilianischen Nationaltrainer. Dass er ein „burro“ sei, ein Esel, war eine der wenigen jugendfreien Beschimpfungen. Zu Hause ein Unentschieden gegen den Erzrivalen Argentinien, nur Platz fünf in der Qualifikation, das schmerzt. Mindestens genauso schlimm wie den Misserfolg finden viele Brasilianer allerdings den Fußball, den Carlos Dunga ihre Seleção spielen lässt. Das brasilianische Fußball-Oberhaupt Pelé schaltete sich deshalb schon vor dem Spiel gegen Argentinien Mitte Juni – und nach einer Niederlage gegen Paraguay – ein: „Wir waren erschrocken, ein brasilianisches Team so defensiv spielen zu sehen“, sagte er.
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true