
© Thilo Rückeis
Herthas christlicher Fanklub: Mit Segen und Simunic
Der erste christliche Fanklub von Hertha BSC betet nicht nur für den Sieg – das gefällt auch manchem Spieler des Berliner Bundesligisten.
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War Josip Simunic mit 34 Treffern Torschützenkönig der Bundesliga? Hat er 480 Spiele für Hertha BSC bestritten und wohnt seit 15 Jahren in Berlin? Oder sah er als einziger Fußballspieler bei einer Weltmeisterschaft drei Gelbe Karten in einem Spiel? Natürlich ist nur die dritte Geschichte wahr, Josip Simunic erzählt sie aber alle drei an diesem atmosphärisch so warmen Dezember-Dienstag. Es ist ein Spiel auf der Weihnachtsfeier des ersten und einzigen christlichen Hertha-Fanklubs „Totale Offensive“ in Spandau. Etwa 40 Kinder und 30 Erwachsene sind in den Jugendraum der Josua-Gemeinde an der Bismarckstraße gekommen. Herthas Innenverteidiger Simunic ist der Überraschungsgast. Natürlich steht der Kroate im Mittelpunkt, aber auch sonst haben sich der Pastor und die Aktiven des Klubs allerlei Nettes ausgedacht. Als Simunic etwa drei Stunden später gehen muss, ziehen alle ein trauriges Gesicht. Auch Simunic. „Wir sind halt kein Fanklub wie jeder andere“, sagt Uwe Weise, zweiter Vorsitzender des Klubs.
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