Eintracht Frankfurt: Zwischen Trotz und Flucht
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Fäuste im Nacken. Die Frankfurter Spieler wurden zuletzt von den eigenen Fans angefeindet; hier qualmt der Eintracht-Block beim 0:3 in Mainz am Sonnabend.

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Eintracht Frankfurt: Zwischen Trotz und Flucht

Eintracht Frankfurt durchlebt die schlimmste Krise seit dem Wiederaufstieg 2005. Eine klare Linie im Umgang mit seinen gewaltbereiteren Fans hat der Klub nicht.

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Seit geraumer Zeit wird in der Nordwestkurve der Frankfurter Arena bei Eintracht-Heimspielen ein fragwürdiges Plakat geduldet. Aufschrift: „Kein Kick ohne Randale.“ Aufgehängt von den immer wieder latent gewaltbereiten Ultras, die nun sogar ein Novum in der Branche provoziert haben: Weder am Sonntag noch am Montag trainierten die Profis auf den sonnenüberfluteten Rasenplätzen am Stadion – Polizei und Sicherheitsdienste hatten aus Angst vor Übergriffen davon abgeraten. Immerhin: Weil der in die größte Krise seit dem Wiederaufstieg 2005 gelangte Klub nicht bereit ist, sich von eigenen Fans einschüchtern zu lassen, wird heute demonstrativ auf dem angestammten Terrain geübt. „Es stehen zwei Einheiten an, danach überlegen wir, ob wir ein Kurztrainingslager beziehen“, sagt der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen. Was voraussichtlich ab morgen im fast drei Autostunden entfernten Bitburg geschehen soll. Man darf dies ruhig als Flucht vor einer neuen Form der Eskalation interpretieren, auch wenn es als sicher gilt, dass heute beim Training nichts passieren wird. „Gewalt ist keine Lösung“, insistiert Bruchhagen, „immer wenn der Misserfolg da ist, kommt es irgendwann zu Aktionen der Fans.“ Solche Maßnahmen seien „nicht erfreulich, aber inzwischen ein Teil der Bundesliga“.

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