eMobility Summit: Die Schwäche der Starken
Die CO2-Regulierung trifft die Autohersteller an ihrem empfindlichsten Punkt – die Vertagung in Brüssel ist nur ein Zeitgewinn. Die Nationale Plattform Elektromobilität überprüft ihre Prognosen.
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Der deutschen Automobilindustrie fehlt es nicht an Selbstbewusstsein. Nur bei einem Thema gibt sie sich auffallend defensiv: bei der Festlegung verbindlicher CO2-Grenzwerte für ihre Neuwagen. „Regulierung ist kein Wunschkonzert“, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Autoverbandes VDA, am Freitag auf dem eMobility Summit des Tagesspiegel. Regulierung sei das Ergebnis von Verhandlungen. Setze sich die EU-Kommission mit ihren Vorstellungen von einer klimafreundlichen Regulierung der europäischen Automobilindustrie durch, sei die Existenz deutscher Konzerne gefährdet, warnte Wissmann. „Dann stünde Dingolfing zur Disposition“, sagte der VDA-Präsident mit Blick auf das größte BMW- Werk mit 18 500 Mitarbeitern. Würden also die Elektroautos des Münchener Herstellers, den Wissmann exemplarisch nannte, künftig nicht mehrfach – am besten drei oder vier Mal – auf die Schadstoffbilanz des Konzerns angerechnet, seien für BMW die zulässigen CO2-Grenzwerte für seine Fahrzeugflotte kaum zu erreichen. „Aber wollen wir, dass ein deutscher Hersteller wegen einer unzureichenden Regulierung über die Wupper geht?“, fragte Wissmann.
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true